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Elemente des Kendo-Trainings
Mehrmals wöchentlich finden im „Dojo“ (Ort, an dem die Schüler den „Weg“ üben) des jeweiligen Klubs Trainings statt, die ungefähr anderthalb Stunden dauern. Trainiert wird barfuss und in der traditionellen Kleidung, dem „Keikogi“ (Jacke) und „Hakama“ (Hosenrock); als Waffe dient das Shinai. In der Kendo-Rüstung trainiert man erst nach dem Beherrschen der Grundtechniken.
Rei und Sonkyo – Begrüssung, Kampfbereitschaft Metsuke – Wahrnehmung des Gegenübers Shizentai – Körperhaltung Suburi – Schlagübungen mit dem Shinai Kamae – Grundstellungen Kiai / Kakegoe – Atmung und Schrei Waza – Technik Kata – Lehrer/Schüler-Formen Shiai – Wettkampf
Rei und Sonkyo – Begrüssung, Kampfbereitschaft
Nur die von gegenseitiger Achtung geprägte Auseinandersetzung mit dem Trainingspartner – dem Gegner – ermöglicht die eigenen Entwicklung. Aus diesem Grund wird er beim Beginn und beim Ende grösserer Übungseinheiten und/oder Kämpfen mit einer leiten Verbeugung im Stand (Rei) und dem Zeihen des Shinai in der Sonkyo-Position, einer Hockstellung, gegrüsst. Die einzelnen Übungen werden dann mit gegenseitigem Rei begonnen und ebenso beendet.
Metsuke – Wahrnehmung des Gegenübers
Beim Kendo ist es wichtig, sofort jede innere und äussere Bewegung des Gegners optisch und intuitiv wahrzunehmen. Diese Wahrnehmung wird laufend geübt und weiter entwickelt.
Shizentai – Körperhaltung
Zuerst wird die Einnahme der korrekten Körperhaltung geübt. Sie schliesst an die geistige Haltung an und sollte so sein, dass sie einem das mühelose und schnelle Ausführen sicherer Bewegungen ermöglicht.
Suburi – Schlagübungen mit dem Shinai
Im Kendo bilden Fussarbeit (Ashi-sabaki) und Armbewegungen mit dem Shinai (die Schlagtechniken) eine einzige Einheit. Sie werden daher immer zusammen ausgeführt. Neben der Schulung der Wahrnehmung des Gegenübers und der Verbesserung des Shizentai ist die Koordination des Suburi ständiges Thema aller Kendo-Trainings.
Kamae – Grundstellungen
Die geistige Einstellung und das richtige Shizentai verdichten sich in fünf Kamae-Positionen zu Stellungen, die sich grundsätzlich ebenso zur Abwehr einen Angriffs des Gegners als auch zu einem eigenen Angriff eignen (Gedan-no-kamae, Chudan-no-kamae, Jodan-no-kamae, Hasso-no-kamae, Waki-no-kamae). Beim Erlernen der Kamae ist das zwar feste, aber elastische und nicht verkrampfte Halten des Shinai besonders wichtig.
Kiai / Kakegoe – Atmung und Schrei
Die richtige Atmung schafft die nötige Ausdauer zum Angriff, dessen Entschlossenheit der Angreifende in seinem „Kiai“, seinem Schrei, zum Ausdruck bringt. Das Kiai entsteht im „Hara“ – dem Unterbauch als Zentrum des Körpers – und verbindet Körper und Geist zu einer zielgerichteten Bewegung. Da die Angriffschläge bewusst ausgeführt werden, werden mit ihm die Trefferstellen ausgerufen.
Waza – Technik
Die Kendo-Techniken werden unterteilt in Grundtechniken (Kihon-waza) und angewandte Techniken (Oji-waza, Shikake-waza), die wiederum nach Angriffs- und Kontertechniken unterschieden werden. In dieser Phase des Trainings geht es zuerst darum, eine positive Kampfeinstellung zu entwickeln. Der Körper hat dabei die Bewegungen zu lernen, so dass sie im Kampf reflexartig ausgeführt werden können.
Kata – Lehrer/Schüler-Formen
Die zehn Kendo-Kata (festgelegte Angriffs- und Gegenangriffskombinationen) bilden die systematische Basis des Kendo und bieten ein eigentliches Konzentrat der verschiedenen Techniken. Sie werden zu zweit ausgeführt, wobei ein Partner die Rolle des „Uchidachi“ (Lehrer, Angreifer), der andere die Rolle des, die Kata „gewinnenden“, „Shidachi“ (Schüler, Verteidiger) übernimmt. Im Mittelpunkt steht dabei die Konzentration auf die Koordination ihrer Bewegungen und Atmung – also auf alles, was sich während eines Kampfes zwischen zwei Gegners abspielt.
Shiai – Wettkampf
Der Kampf bietet Kendoka die Möglichkeit, die eigene Leistungsfähigkeit kennen zu lernen. Neben dem Spass am sportlichen „Kräftemessen“ dient er der Verbesserung der Technik und der Stärkung der Verbindung von geistiger und körperlicher Kraft, des Willens. Der Sieger wird in seinem Selbstvertrauen bestätigt und kann auf die Techniken aufbauen, mit denen er gewonnen hat. Der Verlierer soll die Niederlage akzeptieren, den Kampf reflektieren und anhand der festgestellten Fehler erkennen, was er in Zukunft verbessern kann.
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